Stress — Dein Feind oder Freund?

Stress - Freund oder Feind
Verstehst du Stress als Feind oder Freund? In meinem Blogbeitrag teile ich meine Sichtweise, wie Stress uns auf wichtige Bedürfnisse hinweisen kann, wenn wir auf die Frühwarnzeichen achten. Wie gehst du mit Stress um? Schreib mir deine Gedanken in den Kommentaren!

Inhalt

Vor einer Wei­le habe ich an Anna Kosch­in­skis Blog­nacht teil­ge­nom­men.  Anna macht die­se wun­der­ba­re Ange­bot, bei dem sich ver­schie­de­ne Men­schen, die, wie ich, ger­ne regel­mä­ßig ihren Blog mit Arti­keln befül­len möch­ten, tref­fen.
Es ist ein schö­nes Co-Wri­ting-Event, bei dem es zu Beginn immer einen schö­nen Impuls gibt, der zum Schrei­ben anre­gen soll.

Der Impuls, in die­ser Blog­nacht war: “Die­ses Wort hat eine beson­de­re Bedeu­tung für mich.”

Mir als Blog-Anfän­ger fällt das oft nicht so leicht. Auch dies­mal muss ganz schön in mei­nen Hirn­win­dun­gen kra­men.
Nicht weil es kein Wort gibt, das für mich eine Bedeu­tung hat, son­dern es ist eher so, dass es mir schwer­fällt zu ent­schei­den, über wel­ches Wort ich schrei­ben soll, so, dass es für Dich auch lesens­wert ist.

Ent­schie­den habe ich mich letzt­lich für “Stress

“Stress”, das ist für mich ein Wort mit besonderer Bedeutung

Lan­ge Zeit habe ich mich selbst stän­dig gestresst gefühlt, solan­ge, bis es mich fast kör­per­lich krank gemacht hat.
In mei­nem Arti­kel “Die Schlüs­sel zum Wohl­be­fin­denkannst Du die gan­ze Geschich­te lesen, die dahin­ter steckt.

Ein Wort, das häu­fig mit nega­ti­ven Asso­zia­tio­nen ver­bun­den ist.
Stress tut nicht gut. Stress macht uns krank. Die Arbeit ist stres­sig. Ter­min­stress.
Wir emp­fin­den Stress als gro­ße Anstren­gung. Er sorgt für schlech­te Gefüh­le bei dem, was wir tun. Wir füh­len uns unter Druck, oder über­for­dert.
Gleich­zei­tig erle­be ich es oft, dass Stress wir auch wie eine Art Sta­tus­sym­bol nut­zen.
Ich habe soviel zu tun, ich bin total gestresst.”

Er gibt uns das Gefühl, wich­tig zu sein.

Wodurch entsteht Stress überhaupt?

Stress war in frü­hes­ter Zeit eine extrem wich­ti­ge kör­per­li­che Reak­ti­on auf gefähr­li­che Situa­tio­nen. Sie sorg­te dafür, dass der Mensch, durch das Aus­schüt­ten von Stress­hor­mo­nen, alle ver­füg­ba­re Ener­gie bün­del­te, um in die­sen Situa­tio­nen, zum Bei­spiel bei einem Angriff, hand­lungs­fä­hig zu blei­ben.
Der Kör­per benö­tig­te alle Ener­gie, um im Kampf- oder Flucht-Modus han­deln zu kön­nen. Durch den Kampf oder die Flucht wur­den die aus­ge­schüt­te­ten Hor­mo­ne wie Adre­na­lin und Cor­ti­sol wie­der abge­baut.
Auch heu­te haben die­se Hor­mo­ne im Kör­per noch die glei­che Auf­ga­be. Aller­dings sind unse­re Stress-Situa­tio­nen völ­lig anders.

Heu­te ist Stress eine kör­per­li­che oder psy­chi­sche Reak­ti­on und die wahr­ge­nom­me­ne Belas­tung auf einen äuße­ren Reiz. Dabei sor­gen 10 %  durch den äuße­ren Reiz und zu 90 %  unse­re Reak­ti­on auf den Reiz für den ent­ste­hen­den Stress.

Das heißt über­setzt: Der eige­ne Umgang mit einer Situa­ti­on bestimmt den Stress­le­vel, der aus einer Situa­ti­on ent­steht.

Schon Mar­tin Luther sag­te:

Stress hat man nicht, man macht ihn sich.


Ich habe
also, zum Groß­teil, selbst in der Hand, ob ich gelas­sen und sach­lich oder völ­lig über­for­dert, mei­nen Kopf abge­schal­tet, mit einer her­aus­for­dern­den Situa­ti­on umge­he.

Ist Stress immer schlecht?

Mei­ne Ant­wort dar­auf ist ein kla­res “Nein!

Erst ein­mal zeigt Dir Stress die Bedeu­tung, die etwas für Dich hat, an. Es ist also so etwas wie ein Grad­mes­ser. Je wich­ti­ger Dir etwas ist, des­to mehr kann es Dich in Stress ver­set­zen.
Beson­ders dann, wenn Dei­ne Erwar­tun­gen hoch sind.

Und genau dar­in liegt die Crux! Je wich­ti­ger Dir etwas ist, des­to höher sind meist, die dar­an geknüpf­ten Erwar­tun­gen. Und umso schwie­ri­ger ist es in die Akzep­tanz zu gehen, wenn es nicht den eige­nen Ansprü­chen ent­spricht.

Stress kann auch ein Motor sein

Her­aus­for­de­run­gen und die damit ver­bun­de­nen Anstren­gung sor­gen für Wachs­tum und Ent­wick­lung. In dem Fall lässt er uns fokus­siert blei­ben und die nöti­ge Ener­gie auf­brin­gen, um eine Auf­ga­be durch­zu­füh­ren. Ohne “Stress” wür­den wir uns nur wenig wei­ter ent­wi­ckeln, son­dern auf Dau­er trä­ge und antriebs­los wer­den.

Wir alle ken­nen Situa­tio­nen, in denen wir uns moti­viert in eine neue her­aus­for­dern­de Auf­ga­be stür­zen, das Gefühl gefor­dert zu wer­den tut uns gut, und moti­viert uns viel Ener­gie auf­zu­brin­gen, die­se neue Auf­ga­be gut zu schaf­fen. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob es sich um ein neu­es beruf­li­ches Pro­jekt han­delt, einen sport­li­chen Wett­be­werb oder etwas Pri­va­tes.

Denk doch ein­mal an Dei­ne ers­te Arbeits­stel­le, oder der Moment in dem Du ein Kind bekom­men hast. In sol­chen Momen­ten sind wir ange­spannt bis in die Haar­spit­zen, sehr fokus­siert und gleich­zei­tig wach­sam, damit uns nichts ent­geht.
Auch dabei wer­den Hor­mo­ne aus­ge­schüt­tet, die genau das mög­lich machen. Den­noch emp­fin­den wir die­se Situa­tio­nen sel­ten als stres­sig und nega­tiv.

Er ist nicht immer nur schlecht und gefähr­lich, son­dern bis zu einem gewis­sen Punkt nütz­lich und hilf­reich.

Wann wird Stress zum “Feind”?

Erst, wenn die­se Zei­ten zu einer Dau­er­be­las­tung wer­den. Wenn eine Her­aus­for­de­rung die nächs­te ablöst, wird Stress, für uns zu einem nega­ti­ven Gefühl, wird Stress zum “Feind”, der uns nicht gut­tut.
Dies geschieht immer dann, wenn die aus­ge­schüt­te­ten Stress­hor­mo­ne nicht mehr abge­baut wer­den.
Dann ent­steht Stress, der uns auf Dau­er krank machen kann.
Und das pas­siert, wenn ich die Früh­warn­zei­chen, die mir mein Kör­per sen­det, nicht ernst neh­me.

Kennst Du Deine Frühwarnzeichen?

Eines mei­ner Früh­warn­zei­chen, dass mir anzeigt, dass ich mehr auf mich ach­ten soll­te, ist, dass ich die Lust ver­lie­re mir selbst etwas zu Essen zu kochen.

Dazu darfst Du wis­sen, ich koche lei­den­schaft­lich ger­ne und kann beim Schnip­peln, Rüh­ren und Bra­ten total ent­span­nen. Davon hal­ten mich im Nor­mal­fall auch stres­si­ge Situa­tio­nen nicht ab.
Gera­te ich aber in die­sen Dau­er­stress, der mich dann auch noch emo­tio­nal belas­tet, ist es sehr schnell vor­bei mit der guten Koche­rei, und statt­des­sen gibt es lau­ter Din­ge, die mir nur kurz­zei­tig Ener­gie geben, mir dau­er­haft aber nicht gut­tun.

Seit ich weiß, dass das eines mei­ner Früh­warn­zei­chen ist, fällt es mir viel leich­ter dar­auf zu ach­ten, und mir Aus­zei­ten zu neh­men, um mei­nen Stress­le­vel her­un­ter­zu­fah­ren. Wenn ich die­se Zei­chen jedoch nicht wahr­neh­me, oder bewusst zur Sei­te schie­be, weil mei­ne Auf­ga­ben soviel wich­ti­ger sind, bekom­me ich garan­tiert nach einer Zeit die Quit­tung.
Ich fal­le zum Bei­spiel aus, weil ich krank wer­de, oder ich stel­le nach einer Wei­le fest, dass ich in mei­ner Arbeit deut­lich mehr Feh­ler gemacht habe, da die Kon­zen­tra­ti­on nicht mehr vor­han­den war.

Wei­te­re Früh­warn­zei­chen kön­nen sein: 

  • Kopf­schmer­zen
  • Rücken­schmer­zen
  • Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten
  • Schwie­rig­kei­ten, ein­fa­che Ent­schei­dun­gen zu tref­fen
  • Lan­ges Grü­beln ohne Lösungs­fin­dung
  • sich kei­ne Zeit mehr für Hob­bys neh­men
  • das Gefühl, nicht mehr abschal­ten zu kön­nen
  • man­geln­de Schlaf­hy­gie­ne
  • ver­än­der­tes Ess­ver­hal­ten
  • stär­ke­rer Ziga­ret­ten- oder Alko­hol­kon­sum

Wenn Du so sol­che oder ähn­li­che Warn­zei­chen kennst, schreib mir doch ger­ne ein­mal in die Kom­men­ta­re.

Stress als Freund im täglich Umgang mit mir selbst

Ich habe gelernt, mei­nen Stress auch als rich­tig und wich­tig anzu­neh­men und wie einen guten Freund, sehen.

Er hilft mir, wich­ti­ge von unwich­ti­gen Auf­ga­ben zu tren­nen.
Er macht mir mei­ne Bedürf­nis­se und Wer­te deut­lich, und mit den Früh­warn­zei­chen zeigt er mir, wann es Zeit ist, wie­der mehr auf mich und mei­ne Bedürf­nis­se zu ach­ten.
Die­se Zei­chen sor­gen dafür, dass ich mei­ne Selbst­für­sor­ge im Blick hal­te. Und ich sie zei­gen mir, wann ich zu nach­läs­sig damit um gehe.

Alles Din­ge, die mei­ne Freun­de auch machen.  Sie erin­nern mich mit­un­ter dar­an, dass ich fokus­siert blei­ben soll­te. Sie erin­nern mich, dass ich auf mich ach­ten soll­te, oder fra­gen mich, was los ist, wenn sie den Ein­druck haben, dass es mir nicht gut geht. Damit hel­fen sie mir ein­mal hin­zu­schau­en, und gut für mich zu sor­gen.

Genau das kön­nen auch die Früh­wahr­zei­chen mei­nes Stres­ses — Mich auf­merk­sam machen

Neh­me ich sie wahr, habe ich in der Hand, wie ich mit mei­nem Stress umge­he. Las­se ich den Stress das Steu­er über­neh­men und füh­le mich macht­los und aus­ge­lie­fert, oder neh­me ich mei­ne Eigen­ver­ant­wor­tung an, und ent­schei­de mich den Stress als hilf­rei­chen Freund zu sehen, der mich auch war­nen und schüt­zen will.

Wie gehst Du mit Stress um?

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