Der Herbst ist keine Pause – er ist ein Übergang. Und genau darin liegt die Herausforderung.
Vielleicht kennst du das: Kaum ist der Sommer vorbei, geht es direkt weiter. Schule, Arbeit, Alltag – das Tempo bleibt hoch, während dein Körper eigentlich langsamer möchte.
Denn auch wenn wir es gern ignorieren: Der Herbst ist für uns Menschen nicht nur ein Wetterumschwung. Er ist ein biologischer, emotionaler und mentaler Wechsel. Dein Körper stellt sich auf weniger Licht ein. Dein Nervensystem reagiert auf den zunehmenden Druck. Und dein Inneres sehnt sich nach Rückzug, Struktur und Wärme – während außen alles nach Leistung ruft.
Was du jetzt brauchst, sind keine Durchhalteparolen. Sondern ehrliche, alltagstaugliche Wege, wie du dich selbst wieder spüren kannst.
1. Nutze das Tageslicht – auch wenn es sich rar macht
Es ist wissenschaftlich belegt: Licht beeinflusst unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, die Stimmung und die Konzentration. Wenn du dich im Herbst oft antriebslos fühlst, liegt das nicht nur an deinem Kalender – sondern auch am fehlenden Licht.
Was du tun kannst:
- Geh morgens oder mittags mind. 10 Minuten ins Freie, auch bei Wolken. Das hilft deinem Biorhythmus.
- Vermeide grelles Kunstlicht am Abend, um deinen Schlaf nicht zu stören.
- Nutze ggf. eine Tageslichtlampe, wenn du viel drinnen bist (z. B. im Homeoffice).
- Und: Fenster auf! Schon ein paar Minuten frische Luft am offenen Fenster wirken stimmungsaufhellend.
Wenn du magst, verbinde Licht und Bewegung – z. B. durch einen kurzen Spaziergang in der Pause. Es muss nicht lang sein. Es muss nur geschehen.
2. Dein Vitamin-D-Speicher: kleiner Wert, große Wirkung
Vitamin D beeinflusst nicht nur deine Knochen oder das Immunsystem – es hat massiven Einfluss auf deine Energie, dein emotionales Gleichgewicht und sogar deine Stressresistenz. Gerade im Herbst und Winter ist dein Körper darauf angewiesen, dass du ihn gut versorgst.
Zwei Dinge helfen jetzt besonders:
- Regelmäßig draußen sein – selbst bei Wolken. Denn dein Körper bildet Vitamin D durch UVB-Strahlung.
- Vitamin-D-reiche Ernährung – z. B. mit fettreichem Fisch, Eiern, Pilzen oder angereicherten Lebensmitteln.
Wenn du dich im Herbst oft müde, antriebslos oder niedergeschlagen fühlst, kann es sinnvoll sein, deinen Vitamin-D-Wert beim nächsten Blutbild überprüfen zu lassen – und gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu schauen, ob du zusätzlich unterstützen solltest.
Wichtig ist: Es geht nicht um Pillen, sondern um ein bewusstes Dranbleiben. An Licht, Bewegung und dem, was dein Körper wirklich braucht.
Ein stabiler Vitamin-D-Spiegel ist kein Allheilmittel – aber oft der fehlende Schlüssel zur inneren Stabilität.
3. Wärme als Selbstfürsorge – innen wie außen
Wärme ist nicht nur ein physisches Gefühl, sondern ein psychologisches Grundbedürfnis. Gerade im Herbst hilft sie dir, dich sicher, geborgen und wieder mehr „bei dir“ zu fühlen.
Wie du dich von innen wärmen kannst:
- Iss bewusst wärmende Lebensmittel: Suppen, Ofengemüse, Haferbrei, Ingwer.
- Trinke regelmäßig Tee – z. B. Fenchel-Anis-Kümmel, Ingwer, Chai oder Goldene Milch.
- Umhülle dich mit weichen Dingen: Kuschelsocken, Decken, Wärmflasche.
- Richte dir abends ein kleines Wärmeritual ein: Kerzen, heißer Tee, warme Dusche.
Tipp aus meinem Newsletter: Hier findest Du ein Rezept für eine schnelle, wärmende Kürbis-Ingwer-Suppe.
4. Kleine Freuden als Anker im Alltag
Wärme kann auch bedeuten, dich bewusst mit Menschen oder Tätigkeiten zu umgeben, die dir guttun.

Du musst nicht jeden Tag „Me-Time“ planen. Aber du kannst Momente schaffen, die dich daran erinnern, dass du mehr bist als deine Aufgaben.
In der Feelgood-Community haben sich viele dieser Ideen bewährt – vielleicht ist auch etwas für dich dabei:
- Erstelle deine persönliche Herbst-Playlist – Songs, die dich emotional begleiten.
- Mach ein kleines Herbst-Foto-Shooting – ja, mit Laub, Schal und Kaffeebecher.
- Lies ein Buch, das du nur für dich liest – keine Ratgeber, sondern Geschichten.
- Organisiere einen Spieleabend – digital oder live, Hauptsache gemeinsam.
- Back dir einen Apfelkuchen – nicht, weil du musst. Sondern weil’s gut tut.
- Zünde jeden Abend eine Kerze an – als Symbol: Ich bin jetzt wichtig.
Pro-Tipp: Häng dir deine persönliche “Tu-dir-was-Gutes-Liste” an den Kühlschrank – wie eine kleine Schatzkarte für graue Tage.
Freude muss nicht verdient werden. Sie darf einfach da sein. Auch mitten im Alltag.
5. Rituale für den Übergang
Der Übergang vom Sommer zum Herbst braucht ein Innehalten. Doch genau das kommt oft zu kurz – zwischen Terminen, Familienlogistik und dem nächsten Projekt.
Was dir hilft:
- Rückblick & Vorschau: Schreib dir 3 Dinge auf, die du loslassen willst – und 3, die du im Herbst willkommen heißt.
- Wähle ein Herbstwort: z. B. „Ankommen“, „Verlangsamen“, „Wärme“ – als inneren Kompass.
- Gestalte eine kleine Ecke nur für dich – mit Kerze, Kissen, Buch. Ein Ort, der nur dir gehört.
- Fang ein Herbsttagebuch an: 3 Minuten am Tag. Einfach, ehrlich, intuitiv.
Es geht nicht darum, etwas Besonderes zu tun – sondern darum, den Übergang überhaupt zu bemerken.
Zu guter Letzt
Der Herbst bringt andere Bedürfnisse mit sich – nicht, weil du schwächer wirst, sondern weil sich das Außen verändert. Es lohnt sich, innezuhalten und zu schauen: Was tut mir gut? Was kann ich heute anders machen als im Sommer?
Kleine Dinge können dabei den Unterschied machen. Ein paar Minuten Licht. Ein warmes Essen. Ein Nein zur richtigen Zeit.
Selbstfürsorge heißt nicht, dass du alles perfekt machen musst. Sondern, dass du dich selbst mit einplanst. Gerade jetzt.
Impuls zum Schluss:
Was wäre ein kleines Herbstritual, das du ab heute in deinen Alltag holen willst?
Schreib’s dir auf – oder noch schöner: Erzähl es mir in den Kommentaren oder auf Instagram.
Ich freu mich auf deine Feelgood-Momente.
Noch ein Schritt weiter?
Wenn du spürst, dass du dir in diesem Herbst wirklich Raum für dich nehmen willst – dann ist die Selbstfürsorge-Werkstatt genau der richtige Ort. Ohne Druck, ohne Pläne, aber mit Struktur, Austausch und echtem Rückhalt.
Und vielleicht hast du Lust, auch Christas Angebot kennenzulernen – sie bringt ergänzend Impulse aus [z. B. Körperarbeit, kreative Selbstfürsorge etc.] ein, die dich sanft begleiten und stärken.
